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mehr zu PSD BauGeldGültig ab dem 4. April 2012
| Montag bis Freitag | Samstag und Sonntag | ||
| 07:00 - 08:00 Uhr | Filmblock (Saisonal + Ambiente) | ||
| 08:00 - 12:00 Uhr | Fotos Saisonal + Ambiente | 10:00 - 12:00 Uhr | Saisonal + Ambiente |
| 12:00 - 12:30 Uhr | Filmblock (Saisonal + Ambiente) | 12:00 - 12:30 Uhr | Filmblock (Saisonal + Ambiente) |
| 12:30 - 13:00 Uhr | Wasserfall, Slow Motion Film | 12:30 - 13:00 Uhr | Wasserfall, Slow Motion Film |
| 13:00 - 17:00 Uhr | Bespielungspause | 13:00 - 17:00 Uhr | Bespielungspause |
| 17:00 - 20:00 Uhr | Fotos Saisonal + Ambiente | 17:00 - 20:00 Uhr | Fotos Saisonal + Ambiente |
| 20:00 - 21:00 Uhr | Bilder der Wissenschaft | 20:00 - 21:00 Uhr | Bilder der Wissenschaft |
| 21:00 - 22:30 Uhr | Gäste
| 21:00 - 22:30 Uhr | Gäste
|
| 22:30 - 23:00 Uhr | Mond, Film | 22:30 - 23:00 Uhr | Mond, Film |
Ab dem 04.04.2012 erstrahlt die Medienfassade am Gebäude der PSD Bank Westfalen-Lippe eG mit neuen Programmelementen.
Auf der aus 220.000 Leuchtdioden bestehenden Fassade werden filmische Miniaturen mit Schauspielern des Wolfgang Borchert Theaters gezeigt. Die Aufnahmen mit Florian Bender, Saskia Boden und Sven Heiß wurden im Wolfgang Borchert Theater und Videostudio der Fachhochschule Münster im Fachbereich Design produziert. Durch Gesten, Blicke und Bewegungen erscheinen Gebäude und Umgebung wie zufällig in die Handlungen integriert. So ergeben sich auf der Medienwand plötzliche Beziehungen zu Passanten oder vorbeifahrenden Fahrzeugen. Einige Szenen nutzen als szenischen Rahmen Aufnahmen, die Intendant Meinhard Zanger aus New York mitbrachte.
Darüber hinaus präsentiert die Künstlerin, Martina Lückener, die ihr Studium an der Kunstakademie und am Fachbereich Design in Münster absolviert hat, Bilder, die sichtbar machen sollen, was im Schatten liegt. "Licht bedingt den Schatten und Schatten kommt aus dem Licht." Dieser Satz umreißt die Philosophie der gebürtigen Telgterin.
Ob Schattenbilder von Menschen, Tieren oder Pflanzen - klar und prägnant gestaltet ziehen ihre Figuren die Aufmerksamkeit auf sich und eröffnen durch Abweichungen von vertrauten Mustern eine neue Perspektive. Durch über- oder unterproportionale Darstellungen sucht sie das Hintergründige in dem, was auf dem ersten Blick einfach erscheint. So wird auf ungewöhnliche Weise unbekanntes ans Licht gebracht. Das Wechselspiel von Licht und Schatten bestimmt die gesamte Arbeit der Künstlerin. Dabei gelingt es ihr immer wieder, mit einer so eigenwilligen wie einfühlsamen Ästhetik das sichtbar zu machen, was heute allzu oft im Schatten liegt.
Quadratisch, theoretisch, bunt
Für einen Kunsthistoriker und naturwissenschaftlichen Laien wie mich ist das Betrachten dieser Bilder in vielerlei Hinsicht hoch spannend: Ich sehe was, was ich nicht weiß, und selbst wenn ich es weiß, ist damit nicht garantiert, dass ich es auch verstehe. Das heißt, ich habe es in allererster Linie mit für mich ungegenständlichen Bildern zu tun - in der Regel leuchtend bunt auf schwarzem Grund - , die der Volksmund im allgemeinen ‚abstrakt’ nennt. Nicht wirklich mit Kunst. Aber mit Bildern von zum Teil überwältigender Fremdheit und atemberaubender Schönheit, die allein schon jene rein ästhetische Betrachtungsweise nahelegen, die am treffendsten mit dem Begriff des ‚interesselosen Wohlgefallens’ belegt wird.
Der Schaulust ist es dabei ziemlich gleichgültig, ob sie es mit Darstellungen makro- oder mikroskopischer Natur, mit Bildern von Mäusen, Menschen oder Molekülen zu tun hat. Oder besser noch: von Menschen oder Maschinen. Denn unabhängig vom Motiv stellt sich immer wieder die Frage nach der Autorschaft: Sind diese Bilder noch als von Menschenhand gemachte zu bezeichnen oder doch nur maschinengeneriert? Was gilt dabei als erstrebenswert? Die individuelle Leistung in der Verbildlichung oder die vermeintliche Objektivität des maschinellen Auges? Aber das sind grundlegende Fragen, die hier gar nicht erörtert werden sollen.
Da wünsche ich doch lieber, trotz gelegentlich auftauchender entzündlicher Erkrankungen und der andauernden Verwendung von Falschfarben: Richtig viel Vergnügen beim Betrachten.”
» Münster, im Mai 2011; Stephan Trescher; Kunsthistoriker und Autor «
Quality in a Square
For an art historian and natural science layman, like myself, the contemplation of these images is very exciting from many aspects: I do not know what I see and even if I know what I see, there is no guarantee that I will understand what I see. This means I am dealing with an undefineable essence - normally a bright image on a black background - which in common language would be referred to as ‚abstract’. Not art but images, some of which are of unnerving alienness and breath-taking beauty, with inherent aesthetic quality that simply provides pleasure.
The fascination in these images is the same regardless of whether it is a macro- or micro-scopic image, whether it be of a mouse, a man or a molecule, or generated by a human hand or a machine. Independent of the motif, the question is always the same: who has created the image; is it as if it was created by a person or does it denote only a computer interpretation? What was the motive behind generating the image? What is the individuals‘ contribution in the visualisation as the wouldbe ‚eye’ of the machine? These are fundamental questions that do not need be addressed here today. Rather, despite the regular appearance of inflammatory diseases and of false colours, I wish you fun in the contemplation of the images.”
» Münster, May 2011; Stephan Trescher; Author «
In Zusammenarbeit mit CiM - Cells in Motion, Inter-faculty Excellence Cluster Initiative European Institute for Molecular Imaging - EIMI”
In Anlehnung an die „Ambient Music“entstand das Thema „Ambiente Bilder“. Gemeint sind mit dieser Bezeichnung Bilder der näheren oder weiteren Umgebung, die präsent sind, aber sich nicht aufdrängen. Der französische Komponist Erik Satie, auf den der Begriff zurückgeht, komponierte 1917 seine „musique d´ameublement“, also „Musik wie Mobiliar“, sie sollte „... nützlich sein ... Kunst spielt dabei keine Rolle.“ Saties Musik war oft situationsbedingt, sie bezog Anlässe, Orte oder Gegenstände als Grundlage der Komposition mit ein.
Dieser Programmblock mit filmischen oder fotografischen Blicken auf die Stadt, in das Umland und in die Natur ist immer geprägt von den Stimmungen der Jahreszeiten.
„Münster, schön und klug“ – dieser von „Münster Marketing“ geprägte Slogan verweist auf die hohe Dichte von Hochschulen und Forschungsinstituten in der Stadt. Der Programmblock „Bilder der Wissenschaft“ soll über den ästhetischen Eigenwert der Bilder Aufmerksamkeit wecken, auf den Wert wissenschaftlicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit verweisen und zur Verankerung des Themas Wissenschaft in der Stadtgesellschaft beitragen. Teilnehmende Forschungseinrichtungen der Fachhochschule Münster: Labor für Photonik und Institut für optische Technologien, FB Physikalische Technik, Labor für Physik der Werkstoffe und das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin.